Schlangen im Biologieunterricht

Echte Konigspytons brachte Frau Tölle mit in die Schule.
Die Schlangen sind nicht giftig, können aber mit ihren spitzen Zähnen zuschnappen, doch dies war im Biologie-Differenzierungskurs nicht der Fall.

Dirk Trompeter interviewt Frau Tölle:

Wie sind sie auf die Idee gekommen, lebende Schlangen mit in die Schule zu nehmen?

Ich habe in meinem Referendariat sehr gute Erfahrungen mit den Tieren an verschiedenen Schulen gemacht und dann dachte ich mir, das mache ich am HVG doch auch einmal.

Wem gehören die Schlangen?

Also die Tiere, die mit in der Schule waren, gehören mir, das sind  Maya, Maleika, Toffi-Fee und Tweety.
Inzwischen ist mein Vater auch mit in das Hobby “Terraristik” eingestiegen und wir haben 13 Tiere: 7 Männchen und 6 Weibchen.

Was wollen sie an den Schlangen zeigen?

Die Schülerinnen und Schüler sollten einmal ihre Primärerfahrung mit lebendigen Tieren, also den Königspytons, im Unterricht sammeln und auch Bezug zu den Schlangen aufbauen.

Wie war die Reaktion der Schüler aus Ihrer Sicht auf die Schlangen?

Die Reaktion der Schüler war Anfangs etwas zurückhaltender und mistrauisch, aber dann zeigten sie richtige Begeisterung und Interesse.

Frau Tölle betonte, dass Schlangen keine Haustiere für Kinder und Jugendliche wie Hunde oder Katzen seien, mit denen man kuschelt und tobt! Schlangen benötigen Ruhe, ein spezielles Terrarium, eine spezielle Luftfeuchtigkeit von ca. 60  Prozent. Schlangen seien wie ein Aquarium mit Fischen.
Man sollte zudem niemals Wildfänge bei unseriösen Personen kaufen, sondern nur Nachzuchten beim Züchter. Außerdem sollte man Schlangen nie spontan kaufen, sondern sich genau überlegen, ob man  die vielen Voraussetzungen für eine gute Pflege erfüllt, denn die Tiere können bis zu 20 Jahre alt werden.

Schlangen sind Raubtiere!

Die Königspytons von Frau Tölle haben ihren ursprüngliches Umfeld in Afrika. Sie haben versteckte Gene und sind 100% heterozygoten, das heißt ,sie haben bestimmte Farbmutationen.

Männliche Königspytons werden ca. 90 -120 cm groß und die Weibchen 110- 150 cm. Da die Eiablage der Weibchen sehr anstrengend ist, benötigen sie viel Kraft.

Schlangen mögen keine Lautstärke, obwohl sie nicht hören können, nehmen sie kleinste Schwingungen über ihre Zunge wahr.

Starke Sonneneinstrahlung und Kälte
sind nichts für Schlangen, da sie wechselwarm sind. Man sollte sie zudem nicht zu oft händeln und zwei  Tiere gleichzeitig füttern, da die Gefahr besteht, dass sie gegenseitig an einem Beutetier beißen und sich gegenseitig auffressen.

Schülerinterview:

Wie ist diene Einstellung zu Schlangen?

Ich finde Schlangen total cool, die faszinieren mich!

Wie findest du das jetzt persönlich, dass hier echte Tiere mit in der Schule sind?

Ich finde das ganz toll, so kann man die Verhaltensweise der Schlangen beobachten!

Hast du dir die Schlangen so von ihrer Art her vorgestellt ? So ruhig oder aggressiver?

Ich dachte, die wären viel agressiver!

Wäre so eine Schlange ein Haustier für dich?

Auf jeden Fall !

One Trackback

  1. [...] Jahrgangsstufe 8 nicht alle Tage im Biologieunterricht: Ihre Lehrerin bringt ihre Schlangen mit. Dirk Trompeter hat Frau Tölle interviewt. Dieser Eintrag wurde am 30.03.2009 um 21:56 von Rolf Eickmeier in Allgemein, Einzeiler, Natur [...]

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